Eine Chemische Reinigung kam im 19. Jahrhundert auf den Markt und dabei ging es um die Reinigung von empfindlichen Textilien.
Die Reinigung fand erst mit Terpentinöl, später Benzol und Benzin statt, was sich natürlich alles als gesundheitsschädigend herausstellte. Heute verwendet man eine Kohlen-Wasserstoff-Verbindung, wie beispielsweise Silane auf Silicium-Wasserstoff-Basis oder Ester auf Sauerstoff-Alkohol-Basis und diese sind absolut unschädlich gegenüber der Umwelt und der Gesundheit des Menschen. Die chemische Reinigung arbeitet also mit nichtwässriger Lösung, im Gegensatz zu einer Wäscherei oder den Menschen zuhause mit der Waschmaschine. Daher wird eine chemische Reinigung auch Trockenreinigung genannt, weil die Lösungsmittel allesamt keinerlei Wasser enthalten. Die nichtwässrigen Lösungsmittel lösen daher auch keine wasserlöslichen Flecken und somit können nach einer Reinigung immer noch bestimmte Flecken vorhanden sein. Nun muss man entweder selbst den Fleck noch behandeln oder lässt es von Fachkräften in einer Wäscherei machen, natürlich mit dem Hinweis, dass man diese Wäschestücke eben aus der Reinigung geholt habe. Dieser Hinweis ist wichtig, denn damit weiß man, dass es sich um einen wasserlöslichen Fleck handelt. Viele Reinigungen entscheiden sich für eine Art von Verbindung, aber gerade in Großstädten werden oftmals mehrere Möglichkeiten in Betracht gezogen. In eine Reinigung können alle Textilien und Kleidungsstücke gebracht werden, die ein P inmitten eines Kreises bei den Pflegesymbolen aufweisen. Das P lässt sich von Perchlorethylen ableiten, welches aber seit 1992 in den Fachbetrieben nicht mehr verwendet werden darf, da Perchlorethylen umwelt- und gesundheitsschädlich ist. Doch auch ein F inmitten eines Kreises kann in die Reinigung gebracht werden, denn das heißt, dass eine Flourreinigung im Schongang eingesetzt werden darf. Wenn bei den Pflegesymbolen ein Kreis mit einem Kreuz dabei ist, dann darf dieses Kleidungsstück nicht in die chemische Reinigung. Wenn man also Kleidungsstücke oder Textilien kaufen möchte, die beim Waschen Form und Farbe verlieren oder sogar aufquellen würden, wie zum Beispiel Herrenanzüge, Mäntel für Damen und Herren, Kostüme, große und schwere Vorhänge, Lederbekleidung und Teppiche, dann sollte man unbedingt darauf achten, dass auch das Zeichen für die chemische Reinigung bei den Pflegesymbolen dabei ist. Bei der chemischen Reinigung gibt es natürlich verschiedene Reinigungsverfahren. Da gibt es das Kleiderbad, Flourreinigung oder die Vollreinigung. Ganz wichtig ist, dass die chemische Reinigung nur von spezialisierten und zugelassenen Betrieben durchgeführt werden darf. Man sollte also bei einem Besuch in der chemischen Reinigung darauf achten, ob die Zulassung ausgehängt ist, weil die Fachkräfte wissen, dass darauf sehr viele Kunden achten. Meist hängen daneben die Meisterbriefe von einer Fachkraft oder mehreren Fachkräften.
Man nimmt seine zu reinigende Wäsche und bringt diese selbstständig zur chemischen Reinigung. Dort gibt man die Textilien ab mit den entsprechenden Hinweisen auf eventuelle Flecken und bespricht das genaue Reinigungsprogramm, denn man muss nicht ein komplettes Reinigungsprogramm nutzen, wenn auch ein Kurzprogramm zur Reinigung genügen würde. Anschließend erfährt man von dem Reinigungspersonal, wann man seine Textilien wieder abholen kann und was das kosten wird. Meist kann man schon am nächsten Tag wieder vorbei kommen und bekommt seine Wäsche zurück. Bei Teppichen, Vorhängen oder auch Brautkleidern kann es schon einmal länger dauern. Wenn man ein Kurzprogramm oder die Schnellreinigung gewählt hat, dann können die gereinigten Textilien sogar nach wenigen Stunden wieder abgeholt werden, was natürlich bei manchen chemischen Reinigungen einen Aufpreis kosten kann. Aber gerade wenn die Textilien sehr wichtig sind, dann nimmt man dies gerne in Kauf. Es könnte sein, dass die Textilien gerade benötigt werden und dabei wurde festgestellt, dass diese eben schmutzig sind. So kann man Unannehmlichkeiten aus dem Weg gehen und diese zur chemischen Reinigung bringen, sofern die Pflegehinweise dies zulassen. Allzu oft sollte man eine chemische Reinigung für ein bestimmtes Wäschestück nicht in Anspruch nehmen, denn irgendwann greift diese auch die Fasern an und das wird hinterher sichtbar an den Textilien. Sie sehen dann aus wie schon sehr lange getragen, obwohl sie nur wenig getragen wurden, dafür aber zu oft gereinigt. Allerdings wirkt sich eine chemische Reinigung auch auf den Geldbeutel aus, denn dies ist nicht gerade günstig zu nennen und wenn man alle chemischen Reinigungen für einen Anzug zusammenzählen würde, dann würde man sich am Ende irgendwann sogar einen neuen Anzug kaufen können, ohne noch einmal reinigen zu müssen.
Man sollte auf jeden Fall für sich die Vor- und Nachteile abwägen und entscheiden, was einem wichtiger ist. Gerade bei alten Teppichen, die voller Erinnerungen sind, ist es natürlich gänzlich etwas anderes. Hier nimmt man gerne die Preise in Kauf, nur damit man genau diesen Teppich wieder vor den Fernseher legen kann. Man sollte sich aber auf jeden Fall vorher die Zeit nehmen, um eine Reinigung auszuwählen und nicht einfach die erstbeste nehmen, die man findet. Jede chemische Reinigung hat ihre Schwächen und ihre Stärken und diese lassen sich leicht ausfindig machen, wenn man danach fragt. Da die Wäschestücke wichtig sind, sollte man sich nicht mit einfachen Phrasen abspeisen lassen, sondern Wert auf eine ordentliche Auskunft geben.
