Wäschereien

Eine Wäscherei ist inzwischen ein nicht mehr wegzudenkendes Dienstleistungsunternehmen geworden oder aber auch nur eine Organisationseinheit in einem Betrieb. In einer Wäscherei werden alle waschbaren Textilien gewaschen und wiederaufbereitet. Eine Wäscherei übernimmt keine Aspekte der chemischen Reinigung, wenn nichtwaschbare Textilien gereinigt werden müssen. Solche Textilien müssen dann in die chemische Reinigung gebracht werden. Es gibt verschiedene gewerbliche Wäschereien, wie Großwäschereien oder Industriewäschereien. Eine Wäscherei arbeitet nur mit Waschmittel und Lösungsmittel und dafür benötigt man Wasser. Die chemische Reinigung arbeitet dagegen mit nichtwässrigen Lösungen und daher wird diese auch Trockenreinigung genannt. Einen Besuch in der Wäscherei muss man dann antreten, wenn an den Textilien nach der chemischen Reinigung noch wasserlösliche Flecken vorhanden sind.

Die Geschichte der ersten Wäschereien überhaupt, reicht sehr weit zurück. Alles begann damit, dass so manche ältere Menschen vom Dorf ihre Wäsche selbst nicht mehr waschen konnten und so die Dorfgemeinschaft das mit übernahm. Da ging meist immer dieselbe Frau hin, holte die Wäsche ab und wusch diese zuhause in ihrer eigenen Waschküche, oder auch am Flussufer. Anschließend wurde auch diese, neben der eigenen Wäsche, zum trocknen aufgehängt, gebügelt, zusammengefaltet und anschließend ordentlich wieder zum Besitzer zurückgebracht. Damals wurden solchen Dienste natürlich noch nicht bezahlt. Es kam eher einmal vor, dass man sich für die Dienste mit Naturalien bedankte, wie zum Beispiel Obst und Gemüse aus dem Garten. Viele Dorfältesten hatten oftmals niemanden mehr, der ihnen helfen konnte, sei es, dass diese ihre Söhne im Krieg verloren und dass die Kinder eben wegzogen. Und so war der Grundstein für die Wäscherei gelegt, aber richtig in Tat umgesetzt wurde es erst viel später. Den Anfang machten dann einst Frauen, die zu berufsmäßigen Wäscherinnen wurden, die Wäsche abholten, säuberten und wieder zurückbrachten, natürlich gegen eine Bezahlung, da diese das Geld zum Leben brauchten. Es waren meist Frauen, die zu jener Zeit alleine auf sich gestellt waren, weil die Männer viel beruflich unterwegs oder im Krieg waren. Nach und nach wurde dieses Konzept ausgearbeitet und so entstanden die ersten Textilreinigungsfachbetriebe, die klassische Wäschereien. Sogenannte professionelle Wäschereien wurden erst viel später gegründet. Diese waren ausgestattet mit richtigen Waschküchen und Maschinen, die dafür gebraucht wurden. Die professionellen Wäschereien holten entweder die Wäsche ab oder man musste diese hinbringen. Für das Abholen wurde natürlich ein Aufpreis verlangt Zusammenfassend kann gesagt werden, dass alle Textilien, die eine Nassreinigung vertragen, in die Wäscherei gebracht werden können, was eben Privatpersonen machen können, wie beispielsweise Studenten, die sich keine Waschmaschine leisten können. Gerade große Firmen, Gastronomiebetriebe oder auch Krankenhäuser und Altenheime, lassen die Wäsche, egal ob Handtücher, Bettwäsche oder Kleidung, von Wäschereien abholen und diese wieder bringen. Bevorzugt wird eine Wäscherei besonders, wenn diese Heißmangeln besitzt, was heutzutage meistens der Fall ist, denn so werden auch große Wäschestücke, wie Bett- und Tischwäsche faltenfrei geglättet.

Eine Wäscherei übernimmt auch die Wäsche von Matratzen, Kissen- und Deckeninletts, Wischmops von Gebäudereinigungsfirmen und Industrieputztüchern. Die Wäscherei hat meist folgende Bearbeitungsstufen im Programm. Da gibt es die sogenannte Flachwäsche, wie zum Beispiel Bett- und Tischwäsche und diese wird auch Mangelwäsche genannt, weil diese unter der Mangel geglättet werden kann. Es gehören alle Textilien in die Kategorie Mangelwäsche, die auch unter der Mangel gebügelt werden können. Des Weiteren gibt es die sogenannte Trockenwäsche und dazu gehören Frottee- und Unterwäsche und das umschreibt alle Textilien, die trocknerbeständig sind und im Trockner getrocknet werden können. Außerdem gibt es noch die Finishbare Wäsche und dazu gehört die Berufsbekleidung, die eben nach dem Waschen und Trocknen noch speziell gebügelt und behandelt werden muss, damit man diese tragen kann. Sie benötigen also noch den sogenannten Finish, wie es in der Wäscherei heißt.
Wenn eine Wäscherei Wäsche von Kunden bekommt, dann wird dies als Lohnwäsche bezeichnet, aber dieser Vorgang ist im stetigen Rückgang, denn sehr viele Wäschereien bieten ihren Kunden nun eigene Wäsche an. So brauchen neue Hotelbetriebe keine Bettwäsche und Handtücher mehr kaufen, sondern können diese gleich von einer Wäscherei nehmen. Wenn eine Wäscherei solche Wäsche anbietet, dann nennt man diese Leasingwäsche. Dieser Zweig der Leasingwäsche wird immer weiter ausgebaut und beinhaltet nicht mehr nur Mangelwäsche und Trockenwäsche, sondern inzwischen auch Berufsbekleidung. Besonders große Wäschereien, die manchmal sogar national und international tätig sind, nehmen gar keine Lohnwäsche mehr an, da es sich inzwischen einfach nicht mehr rentiert. Es rentiert sich im Hinblick auf den Gewinn nicht mehr. Gerade diese Unternehmen haben sich bisweilen sogar auf einen bestimmten Zweig im Leasingverfahren spezialisiert, wie nur Berufsbekleidung oder nur Hotel- und Gastronomiegewerbe. Aber auch das Gesundheitswesen wird inzwischen durch Leasing versorgt.

Eine Wäscherei benötigt durch das Erbringen von Dienstleistungen, wie Transport und das Waschen viele Geräte und Maschinen, auch Energie. Man kann eine Wäscherei als Dienstleistungsbetrieb, aber auch als Produktionsbetrieb, bezeichnen.